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Chronik und Stadtgeschichte



Hier finden Sie die Chronik der geschichtlichen Entwicklung der Glockenstadt Gescher.


Pankratius-Kirche




Frühgeschichte Steinzeitfunde im heutigen Raum Gescher: Waffen und Werkzeuge aus Feuerstein Faustkeile, jungsteinzeitliche und eisenzeitliche Funde: Bronze-, Eisenwerkzeuge, erste Töpferarbeiten, Bestattungskultur
um 1000 Entstehung einer Pfarre im heutigen Raum Gescher
1022 bis 1032 Erste nachweisbare Nennung als Gaschari-Burion (Gescher-Büren)
1090 bis 1180 Weitere urkundliche Erwähnungen des Raumes: Gaschare, Tungerlon, Geshere, Tungerloh, Kirchspiel Gesgere
1498 Das Kirchspiel Gescher zählt 520 abgabepflichtige Einwohner
1570 Ein Brand zerstört das Dorf fast vollständig
1618 bis 1648 Die Bewohner des Kirchspiels leiden unter den Wirren des 30-jährigen Krieges
1687 Aufstand in Tungerloh zur Durchsetzung des Rechts auf Torfabbau im sog. Neuen Venn
1803 bis 1811 Nach der Auflösung des Fürstbistums Münster gelangt Gescher als Teil des Amtes Ahaus an die Fürstlich Salm'sche Herrschaft
1811 bis 1815 Gescher ist Teil des Kaiserreichs Frankreich
1815 bis 1846 Gescher wird mit dem Kreis Coesfeld Teil der Preußischen Provinz Westfalen
1822 Im Dorf Gescher leben 870, im Kirchspiel mit den umliegenden Bauernschaften insgesamt 2387 Einwohner
1844 Aus dem Kirchspiel wird das Amt Gescher
19. Jhrd Aus der Tradition des Flachs- und Hanfanbaus in Heimarbeit erwächst die technisierte Baumwollverarbeitung. Damit, sowie mit der Glockengießerei hat Gescher Anteil am industriellen Aufschwung Deutschlands. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts bleibt die Textilindustrie prägend für Gescher.
1855 Gründung der Erziehungsanstalt Haus Hall
1906 Beginn des systematischen Torfabbaus in Tungerloh (-Hochmoor). Anwachsen der dortigen Arbeitersiedlung
1909 Ansiedlung der Schlosserei Anton Ruthmann am Gabelpunkt, Bau der Ruthmann-Steiger ab 1954
1912 Bau der Volksschule in Hochmoor
1914 bis 1918 Im Ersten Weltkrieg fallen 175 Gescheraner
1934 Erster Karnevalsumzug in Gescher
1939 bis 1945 Vom Zweiten Weltkrieg bleibt die Bausubstanz von Gescher weitgehend verschont. Das bischöfliche Haus Hall wird zum Kriegslazarett umfunktioniert
1946 Gescher verbleibt im Kreis Coesfeld und wird Teil des Landes Nordrhein-Westfalen
1952 Einweihung der evangelischen Gnadenkirche
1954 Einweihung der katholischen Kirche St.-Mariä-Himmelfahrt
1957 Gründung der TRAPO-AG in Hochmoor
1967 Gründung der Tierklinik in Hochmoor
1969 Zusammenschluss der Gemeinden Gescher, Estern, Harwick, Büren, Tungerloh-Capellen, Tungerloh-Pröbsting mit Hochmoor zur Stadt Gescher
1972 Einweihung des Friedhofs Hochmoor
1973 Renovierung der Antonius-Kapelle
Gründung des Werberings
1974 Der Rat der Stadt beschließt eine Verfassungsbeschwerde gegen die Abtrennung von Gescher aus dem Kreisgebilde Coesfeld
1975 Gescher gelangt an den vergrößerten Kreis Borken; Fertigstellung des Schulzentrums am Borkener Damm; Konkurs des Unternehmens Ekrodt; Einweihung der St.-Stephanus-Kirche in Hochmoor; Übergangsgotteshaus wird Pfarrzentrum
1976 Einweihung der katholischen St.-Stephanus-Kirche in Hochmoor; Volkshochschule Borken nimmt in Gescher ihre Arbeit auf; Stadtvertretung spricht sich für die Errichtung eines grundständigen Gymnasiums aus; im Rahmen einer Sportwoche wird das neue Sportzentrum Borkener Damm der Öffentlichkeit übergeben
1977 Anschluss an die Erdgasversorgung; am 29. September verstirbt Bürgermeister Heinrich Hörnemann an den Folgen eines Verkehrsunfalls
1978 Einweihung des Theater- und Konzertsaals
1980 Eröffnung des Glockenmuseums
1980 Neueröffnung der Bücherei am Kirchplatz
1982 Es beginnen die Bauarbeiten für die verkehrsberuhigte Zone im Bereich Armlandstraße/Kirchplatz/Hauptstraße, Fertigstellung erfolgte 1983
1983 Schule in Estern wird Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache; Fertigstellung der verkehrsberuhigten Zone im Bereich Armlandstraße/Kirchplatz/Hauptstaße; der Heimatverein Hochmoor übernimmt das Schulgebäude als Heimathaus
1984 Neubau der Kläranlage in Harwick; Beginn des Baus der A 31 im Bereich Gescher; Eröffnung des Textilmuseums in Bocholt
1985 Stilllegung der Bahnstrecke Coesfeld-Gescher-Borken ; letzte Fahrt mit der Bahn Gescher - Coesfeld; schrittweise Fertigstellung der Autobahn A 31 Emden-Ruhrgebiet. Eröffnung des A 31 Teilstücks Gescher-Legden
1986 Erste Proteste von Landwirten gegen eine geplante Mülldeponie in Nordvelen/Estern; Eröffnung des Mahnmals zum Gedenken der Opfer von Vertreibung und Teilung Am Davos
1987 Die Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Münster in Hochmoor wird aufgelöst; Beschluss, das Marienhospital zu schließen (Landesregierung durch den Regierungspräsidenten); Beginn des Rathausbaus; Verstärkte Proteste von Landwirten gegen die Mülldeponie
1988 In der umgebauten Turnhalle der Pankratiusschule wird das Kutschenmuseum eröffnet; Umstrukturierung des Marienhospitals in das St. Pankratius-Altenheim. Eröffnung des Kutschenmuseums; Kreistag beschließt den Bau der Mülldeponie zwischen Velen und Ramsdorf (nie gebaut wegen Protesten der Velener)
1989 Fertigstellung und Einweihung des Rathauses am Marktplatz
1990 Kreistag beschließt Deponiestandort Nordvelen/Estern; 7.000 Gescheraner protestieren gegen die Mülldeponie Nordvelen/Estern im Bereich des Wasserwerks; Gießerei Petit & Edelbrock feiert ihr 300-jähriges Bestehen; Übergabe des Simeoni-Gemäldes; Auflösung des Verkehrsvereins; Beginn des Baus der Umgehungsstraße
1991 Eröffnung der Umgehungsstraße; Auflösung der Molkereigenossenschaft
1992 Gründung des Unternehmens d.velop, Dokumentenmanagement
1993 Gutachten schlägt eine Kompostieranlage für die Kreise Coesfeld und Borken in Nordvelen/Estern vor (Entscheidung dafür durch Kreistag im Dezember getroffen); Pläne für ein Stadtmuseum im Alten Rathaus werden nicht weiter verfolgt; Regierungspräsident kippt Planungen für Mülldeponie; Stadtinformation und Werbering gegründet; Eröffnung des jüdischen Mahnmals, Frieterhofstr.
1999 Heinrich Thßeling (SPD) wird erster hauptamtlicher Bürgermeister; Kaufleute und Gewerbetreibende gründen den Verein "Pro Gescher" zur Steigerung der Außenwirkung der Stadt
2004 Fusion der katholischen Pfarrgemeinden St. Marien und St. Pankratius
2008 TSG Gescher, BSV Harwick und SF Tornado gründen den Sportverein Gescher 08
2008 Der Turnverein feiert sein 100-jähriges Bestehen
2009 Das Stadtarchiv zieht aus Kellerräumen der von-Galen-Schule ins Rathaus; im Bereich der Wurstaufholer in der Innenstadt wird die Bepflasterung erneuert, die Sanierung des Schulzentrums am Borkener Damm beginnt an der Don-Bosco-Schule
2010 Festwoche zum 100-jährigen Jubiläum der Pankratiusschule im Juli 2010, die Turnhalle Hochmoor wird energetisch saniert; das Aulagebäudes der Don Bosco Hauptschule wird energetisch saniert und erweitert; das Mahnmal zur Erinnerung an das Schicksal der Zwangsarbeiter in Gescher und Hochmoor wird enthüllt;
20 Jahre Simeoni "Maskerade" im Rathaus von Gescher, Ausstellung von Gemälde und Zeichungen (11/2010 - 01/2011); das runderneuerte und erweiterten Westfälischen Glockenmuseums wird eröffnet; Profanierung der Kirche St.-Mariä-Himmelfahrt
2011 Der Stadtrat beschließt einen Büchereineubau an der Eschstraße, ein Bürgerbegehren für die Einrichtung der Bücherei in der ehem. Marienkirche wird gerichtlich gestoppt. Die Grüne Mitte in Hochmoor wird feierlich eingeweiht.
Baubeginn des neuen Sportzentrums mit zwei Fußballplätzen am Ahauser Damm und Beginn der Fassadensanierung am Schulzentrum. Eine Wasserkraftanlage an der Alfers Mühle wird installiert. Der Rathausvorplatz wird saniert.
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft absolviert ihren "Tat-Kraft-Tag" im September bei der EGW. Das alte Rathaus wird in Heinrich-Hörneman-Haus umbenannt und die Fa. Huesker SYNTHETIC feiert ihren 150. Geburtstag.
2012 Empörung über Abrisspläne der Marienkirche, Mahnwachen an der Marienkirche; ZDF überträgt Gottesdienst an der Antoniuskapelle; Grünes Licht für Gesamtschule; Richtfest am Büchereineubau; Hochmoor feiert 100-jähriges Jubiläum; Christoph Dieker wird Doppelweltmeister im Einspännerfahren
2013 Das Stadt-Logo „Natürlich anders“ wird beschlossen, der Stadtarchivar Willi Wiemold wird in den Ruhestand verabschiedet. Die Marienkirche wird Baudenkmal. Im Juni 2013 erfolgt die Eröffnung der Stadtbücherei St. Pankratius, die Sportvereine FSV und SV 08 fusionieren zum SV Gescher.
Die Gesamtschule in Gescher geht im Herbst an den Start und der Startschuss für den IT-Campus wird gegeben.
2014 Kommunalwahl (einschl. Nachwahl); Konzept betreutes Wohnen in der Marienkirche steht; Ausbau des Glasfasernetzes für schnelles Internet; Klagen gegen eine Skateranlage in Hochmoor ermöglicht nur eingeschränkte Nutzung der Anlage; Neue Schule und Sporthalle für Haus Hall; Gescher tritt Riga-Komitee bei; Stadtarchivar Willi Wiemold wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Die historische Entwicklung der Stadt Gescher ist in dem folgenden pdf-Dokument ausführlich beschrieben:



Eine Zusammenstellung zur Geschichte Geschers im Zeitalter der Reformation von Studienrat Hendrik M. Lange finden Sie hier: