Westfälisches Glockenmuseum
Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,
30 Jahre nach der Eröffnung erhält das Westfälische Glockenmuseum Gescher eine zusätzliche Ausstellungshalle, um die umfangreiche Sammlung zukünftig noch interessanter präsentieren zu können.
Im Zuge dieser Baumaßnahme werden auch die Ausstellungsräume im Altbau überarbeitet und neu gestaltet.
Aufgrund der umfangreichen Arbeiten muss das Museum leider bis zum 01. Dezember 2010 geschlossen werden. Weitere Informationen und Bauzeichnungen finden Sie am Ende dieser Seite.
Wir würden uns freuen, wenn wir Sie in dem renovierten und erweiterten Glockenmuseum begrüßen können.
Das Westfälische Glockenmuseum lädt seine Besucher zu einer klangvollen und spannenden Zeitreise durch Geschichte der Glocke und des Glockengusses ein. Dass dabei Glocken auch geläutet, gebeiertund gekleppt werden, gehört zu den besonderen Erlebnissen des in Norddeutschland einzigartigen Museums.
Schwingende und klingende Glocken nicht nur zu hören, sondern gleichzeitig auch zu sehen, ist einer der Höhepunkte beim Rundgang durch die umfangreiche Sammlung. Wer möchte, kann als "Carilloneur" auf den beiden Glockenspielen eigene Melodien spielen. Nicht nur bei jüngeren Besuchern ist die so genannte "Wasserglocke" beliebt. Sobald diese Glocke erklingt, können Glockentöne nicht nur gehört, sondern auch gesehen und sogar gefühlt werden.
Kapellenglocken und bedeutende Kirchenglocken vom 12. bis zum 20. Jahrhundert veranschaulichen eindrucksvoll die musikalischen und künstlerischen Fähigkeiten westfälischer Glockengießer. Welche Arbeitsschritte vom Zeichnen der Glockenrippe bis zum Glockenguss in einer Gießerei notwendig sind, wird Schritt für Schritt in der großen Glockengrube in der Glockenhalle erläutert. Dort warten Gießereigeräte und Lehmformen offensichtlich darauf, dass die Gießer ihre Arbeiten fortsetzen. Ob sich jedoch das Geheimnis der Glockengießer klären lässt, wird sich bei einem Museumsbesuch zeigen. Ein mächtiges Kanonenrohr aus dem 17. Jahrhundert verdeutlicht eindrucksvoll, dass Glockengießer in vergangenen Jahrhunderten auch als Kanonengießer tätig waren.
Zur Zeitreise durch die Glockengeschichte gehören nicht nur Bronzeglocken, sondern auch Kirchenglocken aus Gussstahl, Euphon oder Grauguss. Drei tonnenschwere Gussstahlglocken vor dem Museum zählen zu den beliebten Fotomotiven, während im Innenhof weitere stählerne Giganten zu sehen sind.
Die große Rolle, die Glocken einstmals im täglichen Leben einnahmen, verdeutlichen zahlreiche Fabrik-, Signal-, Uhr-, Schiffs-, Tier-, Haus- und Tischglocken. Wer sich für die Herstellung von Kuhschellen interessiert, sollte sich die Schellenschmiede im Museum ansehen. Ein Blick in die Werkstatt lässt schnell den Unterschied zwischen Tierschellen und Tierglocken erkennen.
Besucher können sich die umfangreiche Sammlung des Glockenmuseums am besten durch eine Führung vorstellen lassen, um bei einem "klingenden Rundgang" Neues und Überraschendes über die klanglichen und musikalischen Besonderheiten der Glocken zu erfahren.
Damit der Museumsbesuch auch für Schulen und Kindergärten interessant wird, gibt es für junge Museumsforscher spannende Arbeitsbögen, Museumsspiele und Mitmachaktionen. Der Museumsrabe "Hans" lädt zudem Kinder und Eltern zu einem Suchspiel ein, bei dem es allerhand zu entdecken und zu hören gibt.
Zweimal im Jahr - jeweils vor Ostern und in der Vorweihnachtszeit - treten die Glocken in den Hintergrund. Dann verwandeln zahlreiche (Hobby)Künstler aus Region das Museum in einen großen Kunstmarkt.
Besucheradresse:Westfälisches Glockenmuseum, Lindenstraße 4, 48712 Gescher
Öffnungszeiten des Glockenmuseums:
Mai - SeptemberDienstag - Sonntag10.00 - 12.00 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr
Oktober- AprilDienstag - Sonntag 10.00 - 12.00 Uhrund 15.00 - 17.00 Uhr
Öffnungszeiten während der Kunstmärkte:
Montag - Freitag10.00 - 13.00 Uhrund 14.00 - 18.00 Uhr
Samstag u. Sonntag10.00 - 18.00 Uhr
Führungen und museumspädagogische Aktionen jederzeit nach Vereinbarung unter:
Telefon: 02542-7144 | 02542 - 98011 | Email:
Erweiterung und Neukonzeption des Westfälischen Glockenmuseums.
Nach nunmehr 30 Jahren, die seit der Eröffnung vergangen sind, stößt das Westfälische Glockenmuseum mit Altbau und Glockenhalle an seine räumlichen Grenzen. Viele Exponate und Themenbereiche zur Glockengeschichte können aufgrund der beengten Platzverhältnisse nur eingeschränkt oder gar nicht ausgestellt werden.Förderverein, Verwaltung und Museumsleitung haben sich deshalb intensiv mit der Erweiterung und zukünftigen Perspektive des Museums beschäftigt.
Gemeinsam mit dem Architektenbüro Hans-Jürgen Gebker wurden nicht nur ein Konzept für die Verdoppelung der Ausstellungsfläche auf rund 465 qm erarbeitet, sondern zugleich die bauliche und touristische Aufwertung der so genanten Museumsinsel mit dem Glockenmuseum und dem Freilichtmuseum "Museumshof auf dem Braem" entwickelt.
Abb. 01. WGM - Planung: Lageplan mit einigen Gebäuden der "Museumsinsel
Das Westfälische Glockenmuseum befindet sich ungefähr in der Bildmitte. Unterhalb von Altbau und der bisherigen Glockenhalle liegt die im Bau befindliche neue Ausstellungshalle.
Die Museumsbüros mit Bibliothek und Tagungsräumen befinden sich im OG des "Alten Rathauses"; im EG sind die Büros der Stadtinformation und des Imkereimuseums untergebracht. Die namentlich gekennzeichneten, historischen Gebäude gehören zum Freilichtmuseum "Museumshof auf dem Braem"
(Präsentation des Architekten Hans-Jürgen Gebker/Gescher)
Zeitgleich mit den Planungen für die neue Ausstellungshalle wurden erste Entwürfe für die zukünftige Ausrichtung und Präsentation der Schausammlung in der neuen Halle und im so genannten Altbau diskutiert. Mit der nahezu verdoppelten Ausstellungsfläche können in der neuen Halle und im Altbau erstmals auch neue, bisher nicht gezeigte Themenbereiche und bisher im Depot befindliche Glocken präsentiert werden.
Damit kann die bisherige Schausammlung um zusätzliche Exponate erweitert sowie unter Berücksichtigung aktueller ausstellungstechnischer und museumspädagogischer Gesichtspunkte umgestaltet werden. In diese weiterführenden Überlegungen wurden alle Räume des bisherigen Museumsgebäudes einbezogen, so dass aus einer Museumserweiterung um eine zusätzliche Ausstellungshalle eine umfassende Neukonzeption des Glockenmuseums wurde.
Als besonders wichtig für die Neuausrichtung der Schausammlung erweist sich die Verlegung des bisherigen Haupteinganges von der Lindenstraße auf die parkähnliche Anlage der "Museumsinsel" mit dem alten Baumbestand. Repräsentative Gussstahlglocken aus der Produktion ehemaliger Gießereien sowie eine Bronzeskulptur des Gescheraner Glockengießers Hans Huesker leiten interessierte Besucher zu dem neuen Haupteingang. Sitzbänke sowie eine freundliche und offene Gestaltung des Grünbereiches laden vor oder nach dem Museumsrundgang zum Verweilen ein.
Der helle, besucherfreundlicheHaupteingang mit Museumskasse und Museumsladen ist als Museumsfoyer ausgelegt und bietet eine erste Orientierung für einen Museumsbesuch. Der "klassische Rundgang" beginnt in der Erweiterungshalle mit dem Themenbereich "Kulturgeschichte der Glocke in Europa" mit antiken und frühchristlichen Glöckchen. Daran anschließend folgt mit dem Thema "Glocken und Glockenguss im Frühmittelalter" die spannende Rekonstruktionen frühmittelalterlicher Glocken. Insbesondere werden hier die nachgegossenen Glocken aus der Stiftskirche in Vreden zu sehen sein. Zwei Medieninstallationen erläutern in Bild und Text die Herstellung der Formen und den Guss der Vredener Bienenkorbglocken und der Zuckerhutglocke aus Förde.
Abb. 02. WGM - Planung: Grundriss des erweiterten Glockenmuseums
Das WGM, zurzeit bestehend aus Altbau und Glockenhalle ist dunkel umrandet. Rechts ist der bisherige Museumseingang sichtbar; die neue Ausstellungshalle mit dem neuen Eingang befindet sich in der unteren Bildhälfte.
(Präsentation des Architekten Hans-Jürgen Gebker/Gescher)
Den größten Raum in der hohen und lichten Halle nehmen Kirchen- und Kapellenglocken aus dem 12. Jahrhundert bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts ein. Die umfangreiche Sammlung bietet, unter neuen Gesichtspunkten zusammengestellt und arrangiert, einen visuellen und akustischen Einblick in die historischen, kunsthistorischen und religiösen Bereiche des Phänomens "Glocke". Erstmals werden in der Sammlung auch Glocken aus Gussstahl, Eisenhartguss und Sonderlegierungen als Teil der Glockengeschichte präsentiert. Bei Führungen und Museumsaktionen können bestimmte Glocken "angeschlagen", zum Klingen gebracht und direkte Hör- und Klangvergleiche vorgenommen werden. Zwei Medieninstallationen verdeutlichen die Herstellung der Formen und den Guss der Vredener Glocken und der Zuckerhutglocke aus Förde.
Von der Erweiterungshalle führt ein neuer Zugang in den Altbau des Museums und zu den Themenbereichen "Glockenmusik - Glockenläuten". Für das Glockenmuseum als "klingendes Museum" ist es von Bedeutung, die Faszination des Glockenklanges in möglicht umfassender Weise vorzustellen. Wer sich intensiver mit der westfälischen Glockenland beschäftigen will, kann in einer Medieninstallation Tonbeispiele und Fotos von ausgewählten Einzelglocken und Geläuten aufrufen, hören und sehen.
Besucher sollen ausdrücklich ermuntert werden, sich durch Probieren und Entdecken mit dem Phänomen "Glockentöne - Glockenmusik" zu beschäftigen. Dabei sollen Glocken zum Klingen gebracht, Tonexperimente ausprobiert und das Geheimnis des Glockenklanges erforscht werden. Töne und Tonentwicklung werden besonders gut hörbar, sichtbar und fühlbar an der "Wasserglocke" demonstriert, die sicherlich zu einer der Attraktionen des Museums zählt. Schwingende Kirchenglocken, für die meisten Museumsbesucher unsichtbar in den Kirchtürmen verborgen, können nicht weniger eindrucksvoll an Glocken aus Paderborn und Kampen vorgeführt werden. An beiden Glocken lassen sich auch Läutebräuche wie Beiern, Kleppen und Taktläuten vorführen, unterschiedliche Melodien spielen und die jeweiligen Läutetechniken erläutern. Ein "Stokkenklavier" lädt dazu ein, sich als Carilloneur zu betätigen und sich mit Glockenspielen und ihrer Geschichte zu beschäftigen. Zum Ausstellungsbereich gehören zudem Glockenarmaturen, wie Joche, Klöppel und Glockenstühle.
Der anschließende,zukünftig nicht mehr als Haupteingang genutzte Eingangsbereich bietet unter Einbeziehung des Treppenhauses eine interessante Ausstellungsfläche, um mit einer Winde, Seilen, Ketten und einer Glocke den Themenbereich "Glockenmontage -Glockenaufzug" vorzustellen. Zugleich kann im Treppenhaus auf die Themenbereiche "Profane Glocken", "Sandformguss","Tierschellen - Tierglocken" und "Asiatische Glocken und Gongs" im Obergeschoss hingewiesen werden.
Abb. 03. WGM - Planung: Vogelperspektive Nord-West
Blick auf den neuen Museumseingang zwischen der Glockenhalle (links) und neuer Ausstellungshalle (rechts)
(Präsentation des Architekten Hans-Jürgen Gebker/Gescher)
Der Ausstellungsbereich "Glocken als Metallreserven - Glockenbeschlagnahmen in den Kriegen" kann erstmals zusammenhängend im linken Raumdes Altbaus vorgestellt werden. Zu den Exponaten gehören Glocken mit noch erkennbaren Resten der Registrierungen sowie Glocken, deren Inschriften darauf hinweisen, dass ihre Vorgängerglocken in den Kriegen des 19. und 20. Jahrhunderts verloren gingen. Bruchstücke von eingeschmolzenen Glocken, Abgüsse von Glockeninschriften und Verzierungen, Beschlagnahmelisten und Fotos ergänzen die Bild- und Texttafeln.
Zwischen Altbau und der ersten Erweiterungshalle aus den 1970er Jahren wird in einem kleineren Ausstellungsbereich auf die über dreihundertjährige Geschichte der Glocken- und Kunstgießerei Petit und Gebrüder Edelbrock eingegangen.
Die Herstellung der Glockenformen wird in der so genannten "Glockenhalle" auch weiterhin am Beispiel der Glockengrube gezeigt. Im Jahr 2008 wurde die Glockengrube mit finanzieller Unterstützung des Westfälischen Museumsamtes und des Vereins zur Förderung des Glockenmuseums e.V. erneuert. Zu den bisherigen sieben Lehmformen im Maßstab 1:1 wurde eine achte Form in Auftrag gegeben, die als Schnittmodell die einzelnen Teilformen der dreiteiligen Glockengussform sichtbar macht.
Schritt für Schritt lässt sich am Beispiel der Glockengrube verfolgen, wie nach der Berechnung der Glockenrippe und der Anfertigung der Schablone die dreiteilige Lehmform - bestehend aus dem Kern, der Falschen Glocke und dem Mantel - hergestellt wird. Die acht Einzelformen im Maßstab 1:1 und Gießereigerätschaften verdeutlichen die Arbeitschritte von der Herstellung der Glockenform bis zum Eindämmen der Gesamtform und den Vorbereitungen für den Glockenguss. Werkzeuge für die Herstellung der Lehmformen und für den Glockenguss sowie Schablonen mit beträchtlichen Ausmaßen ergänzen die Thematik "rund um die Glockengrube".
Eine Medienstation mit Filmen und Fotoserien von den Arbeiten in der Glockengießerei, von Glockengüssen in den 50er und 90er Jahren bieten die Möglichkeit, sich ausgiebiger mit der Thematik zu beschäftigen. Das filigrane Modell einer Glockengießerei im Maßstab 1:20 veranschaulicht auf detaillierte Weise die Arbeitsabläufe in einer Glockengießerei bis hin zum Glockenguss und der späteren Klanganalyse.
Da auch die Herstellung der Formen für Glockenverzierungen und Glockeninschriften zum übergeordneten Themenbereich gehören, werden ausgewählte Model und Abgüsse in einem gesonderten Schwerpunkt vorgestellt. Zu diesem Themenbereich gehören auch Bronzeabgüsse von Verzierungen und Komplettabgüsse von Inschriftenbändern aus Modellgips.
Das Glockenmuseum besitzt eine interessante Sammlung von Modeln (Formen) aus Holz, Gips und Speckstein, die für die Anfertigung von Glockeninschriften und Glockenverzierungen verwendet wurden. Ein großer Teil dieser Model stammt aus der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock/Gescher; weitere Model gehörten zum Bestand der ehemaligen Briloner Glockengießerei/Brilon-Sauerland.
Die unterschiedlichen Model, Einzelabgüsse von Verzierungs- und Inschriftenbändern von ausgewählten Glocken aus der Sammlung lassen die unterschiedlichen Gestaltungsweisen von Inschriften und Verzierungen im Laufe der Jahrhunderte deutlich werden.
Für Besucher, die das Museum ohne Führung besuchen wollen, wird die Schausammlung des neugestalteten Glockenmuseums durch Text- und Informationstafeln erschlossen; Experimente und museumspädagogische Aktionen ermuntern zur Beschäftigung mit dem Phänomen "Glocke" und machen diese auf vielfältige Weise erlebbar und im Wortsinne (er)hörbar. An den neuen Medienstationen können zudem Fotoserien, Filme und Glockengeläute abgerufen, betrachtet bzw. gehört werden.
Abb. 04. WGM - Planung: Innenperspektive der Erweiterungshalle in Blickrichtung Lindenstraße.
Links im Hintergrund ist der Durchgang zum Altbau erkennbar. Hinter der Glasfront mit Doppelflügeltür auf der linken Seite befindet sich die Glockenhalle mit der Glockengrube.
(Präsentation des Architekten Hans-Jürgen Gebker/Gescher)
Jüngeren Museumsbesuchern, Familien mit Kindern und Schulklassen werden verschiedene Programme "rund um die Glocke" angeboten. Im Sinne eines Mit-Mach-Museums können Besucher an verschiedenen Stationen als Glockenforscher,Klangexperten oder Glockengießer tätig zu werden, um das Geheimnis der Glocke zu entdecken.
Die Stadt Gescher und der Verein zur Förderung des Glockenmuseums e.V. haben ihre Planungen mit dem LWL-Westfälischen Museumsamt, der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und der Kulturförderung des Landes Nordrhein-Westfalen abgestimmt. Diese Institutionen unterstreichen die Bedeutung des Glockenmuseums für die Museumslandschaft in Nordrhein-Westfalen und begrüßen die Erweiterung des Museumsgebäudes mit der gleichzeitigen Aufwertung der "Museumsinsel". Für das Erweiterungsprojekt haben sie Fördermittel bewilligt.
Die Gesamtkosten der Museumserweiterung und der Errichtung einer behindertengerechten Toilettenanlage betragen rund EUR 478.000,00. Während die Stadt Gescher - verteilt auf zwei Haushaltsjahre EUR 200.000,00 übernimmt - werden die übrigen Baukosten in Höhe von rund EUR 378.000,00 vom Verein zur Förderung des Glockenmuseums, vom LWL- Westfälischen Museumsamt, der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und der Kulturförderung des Landes Nordrhein-Westfalen übernommen. Für die Inneneinrichtung hat das LWL-Westfälisches Museumsamt weitere Fördermittel in Aussicht gestellt.
Das anspruchsvolle und für die touristische Entwicklung der Glockenstadt Gescher wichtige Projekt soll Ende November 2010 mit der feierlichen Eröffnung ihren Abschluss finden. Dann lädt das neue Westfälische Glockenmuseum mit neukonzipierter Schausammlung, neuen museumspädagogischen Angeboten und einer vergrößerten Ausstellungsfläche zu einer klingenden Entdeckungsreise durch die Glockengeschichte ein.
30 Jahre nach der Eröffnung erhält das Westfälische Glockenmuseum Gescher eine zusätzliche Ausstellungshalle, um die umfangreiche Sammlung zukünftig noch interessanter präsentieren zu können.
Im Zuge dieser Baumaßnahme werden auch die Ausstellungsräume im Altbau überarbeitet und neu gestaltet.
Aufgrund der umfangreichen Arbeiten muss das Museum leider bis zum 01. Dezember 2010 geschlossen werden. Weitere Informationen und Bauzeichnungen finden Sie am Ende dieser Seite.
Wir würden uns freuen, wenn wir Sie in dem renovierten und erweiterten Glockenmuseum begrüßen können.
Das Westfälische Glockenmuseum lädt seine Besucher zu einer klangvollen und spannenden Zeitreise durch Geschichte der Glocke und des Glockengusses ein. Dass dabei Glocken auch geläutet, gebeiertund gekleppt werden, gehört zu den besonderen Erlebnissen des in Norddeutschland einzigartigen Museums.
Schwingende und klingende Glocken nicht nur zu hören, sondern gleichzeitig auch zu sehen, ist einer der Höhepunkte beim Rundgang durch die umfangreiche Sammlung. Wer möchte, kann als "Carilloneur" auf den beiden Glockenspielen eigene Melodien spielen. Nicht nur bei jüngeren Besuchern ist die so genannte "Wasserglocke" beliebt. Sobald diese Glocke erklingt, können Glockentöne nicht nur gehört, sondern auch gesehen und sogar gefühlt werden.
Kapellenglocken und bedeutende Kirchenglocken vom 12. bis zum 20. Jahrhundert veranschaulichen eindrucksvoll die musikalischen und künstlerischen Fähigkeiten westfälischer Glockengießer. Welche Arbeitsschritte vom Zeichnen der Glockenrippe bis zum Glockenguss in einer Gießerei notwendig sind, wird Schritt für Schritt in der großen Glockengrube in der Glockenhalle erläutert. Dort warten Gießereigeräte und Lehmformen offensichtlich darauf, dass die Gießer ihre Arbeiten fortsetzen. Ob sich jedoch das Geheimnis der Glockengießer klären lässt, wird sich bei einem Museumsbesuch zeigen. Ein mächtiges Kanonenrohr aus dem 17. Jahrhundert verdeutlicht eindrucksvoll, dass Glockengießer in vergangenen Jahrhunderten auch als Kanonengießer tätig waren.
Zur Zeitreise durch die Glockengeschichte gehören nicht nur Bronzeglocken, sondern auch Kirchenglocken aus Gussstahl, Euphon oder Grauguss. Drei tonnenschwere Gussstahlglocken vor dem Museum zählen zu den beliebten Fotomotiven, während im Innenhof weitere stählerne Giganten zu sehen sind.
Die große Rolle, die Glocken einstmals im täglichen Leben einnahmen, verdeutlichen zahlreiche Fabrik-, Signal-, Uhr-, Schiffs-, Tier-, Haus- und Tischglocken. Wer sich für die Herstellung von Kuhschellen interessiert, sollte sich die Schellenschmiede im Museum ansehen. Ein Blick in die Werkstatt lässt schnell den Unterschied zwischen Tierschellen und Tierglocken erkennen.
Besucher können sich die umfangreiche Sammlung des Glockenmuseums am besten durch eine Führung vorstellen lassen, um bei einem "klingenden Rundgang" Neues und Überraschendes über die klanglichen und musikalischen Besonderheiten der Glocken zu erfahren.
Damit der Museumsbesuch auch für Schulen und Kindergärten interessant wird, gibt es für junge Museumsforscher spannende Arbeitsbögen, Museumsspiele und Mitmachaktionen. Der Museumsrabe "Hans" lädt zudem Kinder und Eltern zu einem Suchspiel ein, bei dem es allerhand zu entdecken und zu hören gibt.
Zweimal im Jahr - jeweils vor Ostern und in der Vorweihnachtszeit - treten die Glocken in den Hintergrund. Dann verwandeln zahlreiche (Hobby)Künstler aus Region das Museum in einen großen Kunstmarkt.
Besucheradresse:Westfälisches Glockenmuseum, Lindenstraße 4, 48712 Gescher
Öffnungszeiten des Glockenmuseums:
Mai - SeptemberDienstag - Sonntag10.00 - 12.00 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr
Oktober- AprilDienstag - Sonntag 10.00 - 12.00 Uhrund 15.00 - 17.00 Uhr
Öffnungszeiten während der Kunstmärkte:
Montag - Freitag10.00 - 13.00 Uhrund 14.00 - 18.00 Uhr
Samstag u. Sonntag10.00 - 18.00 Uhr
Führungen und museumspädagogische Aktionen jederzeit nach Vereinbarung unter:
Telefon: 02542-7144 | 02542 - 98011 | Email:

Erweiterung und Neukonzeption des Westfälischen Glockenmuseums.
Nach nunmehr 30 Jahren, die seit der Eröffnung vergangen sind, stößt das Westfälische Glockenmuseum mit Altbau und Glockenhalle an seine räumlichen Grenzen. Viele Exponate und Themenbereiche zur Glockengeschichte können aufgrund der beengten Platzverhältnisse nur eingeschränkt oder gar nicht ausgestellt werden.Förderverein, Verwaltung und Museumsleitung haben sich deshalb intensiv mit der Erweiterung und zukünftigen Perspektive des Museums beschäftigt.
Gemeinsam mit dem Architektenbüro Hans-Jürgen Gebker wurden nicht nur ein Konzept für die Verdoppelung der Ausstellungsfläche auf rund 465 qm erarbeitet, sondern zugleich die bauliche und touristische Aufwertung der so genanten Museumsinsel mit dem Glockenmuseum und dem Freilichtmuseum "Museumshof auf dem Braem" entwickelt.
Abb. 01. WGM - Planung: Lageplan mit einigen Gebäuden der "Museumsinsel
Das Westfälische Glockenmuseum befindet sich ungefähr in der Bildmitte. Unterhalb von Altbau und der bisherigen Glockenhalle liegt die im Bau befindliche neue Ausstellungshalle.
Die Museumsbüros mit Bibliothek und Tagungsräumen befinden sich im OG des "Alten Rathauses"; im EG sind die Büros der Stadtinformation und des Imkereimuseums untergebracht. Die namentlich gekennzeichneten, historischen Gebäude gehören zum Freilichtmuseum "Museumshof auf dem Braem"
(Präsentation des Architekten Hans-Jürgen Gebker/Gescher)
Zeitgleich mit den Planungen für die neue Ausstellungshalle wurden erste Entwürfe für die zukünftige Ausrichtung und Präsentation der Schausammlung in der neuen Halle und im so genannten Altbau diskutiert. Mit der nahezu verdoppelten Ausstellungsfläche können in der neuen Halle und im Altbau erstmals auch neue, bisher nicht gezeigte Themenbereiche und bisher im Depot befindliche Glocken präsentiert werden.
Damit kann die bisherige Schausammlung um zusätzliche Exponate erweitert sowie unter Berücksichtigung aktueller ausstellungstechnischer und museumspädagogischer Gesichtspunkte umgestaltet werden. In diese weiterführenden Überlegungen wurden alle Räume des bisherigen Museumsgebäudes einbezogen, so dass aus einer Museumserweiterung um eine zusätzliche Ausstellungshalle eine umfassende Neukonzeption des Glockenmuseums wurde.
Als besonders wichtig für die Neuausrichtung der Schausammlung erweist sich die Verlegung des bisherigen Haupteinganges von der Lindenstraße auf die parkähnliche Anlage der "Museumsinsel" mit dem alten Baumbestand. Repräsentative Gussstahlglocken aus der Produktion ehemaliger Gießereien sowie eine Bronzeskulptur des Gescheraner Glockengießers Hans Huesker leiten interessierte Besucher zu dem neuen Haupteingang. Sitzbänke sowie eine freundliche und offene Gestaltung des Grünbereiches laden vor oder nach dem Museumsrundgang zum Verweilen ein.
Der helle, besucherfreundlicheHaupteingang mit Museumskasse und Museumsladen ist als Museumsfoyer ausgelegt und bietet eine erste Orientierung für einen Museumsbesuch. Der "klassische Rundgang" beginnt in der Erweiterungshalle mit dem Themenbereich "Kulturgeschichte der Glocke in Europa" mit antiken und frühchristlichen Glöckchen. Daran anschließend folgt mit dem Thema "Glocken und Glockenguss im Frühmittelalter" die spannende Rekonstruktionen frühmittelalterlicher Glocken. Insbesondere werden hier die nachgegossenen Glocken aus der Stiftskirche in Vreden zu sehen sein. Zwei Medieninstallationen erläutern in Bild und Text die Herstellung der Formen und den Guss der Vredener Bienenkorbglocken und der Zuckerhutglocke aus Förde.
Abb. 02. WGM - Planung: Grundriss des erweiterten Glockenmuseums
Das WGM, zurzeit bestehend aus Altbau und Glockenhalle ist dunkel umrandet. Rechts ist der bisherige Museumseingang sichtbar; die neue Ausstellungshalle mit dem neuen Eingang befindet sich in der unteren Bildhälfte.
(Präsentation des Architekten Hans-Jürgen Gebker/Gescher)
Den größten Raum in der hohen und lichten Halle nehmen Kirchen- und Kapellenglocken aus dem 12. Jahrhundert bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts ein. Die umfangreiche Sammlung bietet, unter neuen Gesichtspunkten zusammengestellt und arrangiert, einen visuellen und akustischen Einblick in die historischen, kunsthistorischen und religiösen Bereiche des Phänomens "Glocke". Erstmals werden in der Sammlung auch Glocken aus Gussstahl, Eisenhartguss und Sonderlegierungen als Teil der Glockengeschichte präsentiert. Bei Führungen und Museumsaktionen können bestimmte Glocken "angeschlagen", zum Klingen gebracht und direkte Hör- und Klangvergleiche vorgenommen werden. Zwei Medieninstallationen verdeutlichen die Herstellung der Formen und den Guss der Vredener Glocken und der Zuckerhutglocke aus Förde.
Von der Erweiterungshalle führt ein neuer Zugang in den Altbau des Museums und zu den Themenbereichen "Glockenmusik - Glockenläuten". Für das Glockenmuseum als "klingendes Museum" ist es von Bedeutung, die Faszination des Glockenklanges in möglicht umfassender Weise vorzustellen. Wer sich intensiver mit der westfälischen Glockenland beschäftigen will, kann in einer Medieninstallation Tonbeispiele und Fotos von ausgewählten Einzelglocken und Geläuten aufrufen, hören und sehen.
Besucher sollen ausdrücklich ermuntert werden, sich durch Probieren und Entdecken mit dem Phänomen "Glockentöne - Glockenmusik" zu beschäftigen. Dabei sollen Glocken zum Klingen gebracht, Tonexperimente ausprobiert und das Geheimnis des Glockenklanges erforscht werden. Töne und Tonentwicklung werden besonders gut hörbar, sichtbar und fühlbar an der "Wasserglocke" demonstriert, die sicherlich zu einer der Attraktionen des Museums zählt. Schwingende Kirchenglocken, für die meisten Museumsbesucher unsichtbar in den Kirchtürmen verborgen, können nicht weniger eindrucksvoll an Glocken aus Paderborn und Kampen vorgeführt werden. An beiden Glocken lassen sich auch Läutebräuche wie Beiern, Kleppen und Taktläuten vorführen, unterschiedliche Melodien spielen und die jeweiligen Läutetechniken erläutern. Ein "Stokkenklavier" lädt dazu ein, sich als Carilloneur zu betätigen und sich mit Glockenspielen und ihrer Geschichte zu beschäftigen. Zum Ausstellungsbereich gehören zudem Glockenarmaturen, wie Joche, Klöppel und Glockenstühle.
Der anschließende,zukünftig nicht mehr als Haupteingang genutzte Eingangsbereich bietet unter Einbeziehung des Treppenhauses eine interessante Ausstellungsfläche, um mit einer Winde, Seilen, Ketten und einer Glocke den Themenbereich "Glockenmontage -Glockenaufzug" vorzustellen. Zugleich kann im Treppenhaus auf die Themenbereiche "Profane Glocken", "Sandformguss","Tierschellen - Tierglocken" und "Asiatische Glocken und Gongs" im Obergeschoss hingewiesen werden.
Abb. 03. WGM - Planung: Vogelperspektive Nord-West
Blick auf den neuen Museumseingang zwischen der Glockenhalle (links) und neuer Ausstellungshalle (rechts)
(Präsentation des Architekten Hans-Jürgen Gebker/Gescher)
Der Ausstellungsbereich "Glocken als Metallreserven - Glockenbeschlagnahmen in den Kriegen" kann erstmals zusammenhängend im linken Raumdes Altbaus vorgestellt werden. Zu den Exponaten gehören Glocken mit noch erkennbaren Resten der Registrierungen sowie Glocken, deren Inschriften darauf hinweisen, dass ihre Vorgängerglocken in den Kriegen des 19. und 20. Jahrhunderts verloren gingen. Bruchstücke von eingeschmolzenen Glocken, Abgüsse von Glockeninschriften und Verzierungen, Beschlagnahmelisten und Fotos ergänzen die Bild- und Texttafeln.
Zwischen Altbau und der ersten Erweiterungshalle aus den 1970er Jahren wird in einem kleineren Ausstellungsbereich auf die über dreihundertjährige Geschichte der Glocken- und Kunstgießerei Petit und Gebrüder Edelbrock eingegangen.
Die Herstellung der Glockenformen wird in der so genannten "Glockenhalle" auch weiterhin am Beispiel der Glockengrube gezeigt. Im Jahr 2008 wurde die Glockengrube mit finanzieller Unterstützung des Westfälischen Museumsamtes und des Vereins zur Förderung des Glockenmuseums e.V. erneuert. Zu den bisherigen sieben Lehmformen im Maßstab 1:1 wurde eine achte Form in Auftrag gegeben, die als Schnittmodell die einzelnen Teilformen der dreiteiligen Glockengussform sichtbar macht.
Schritt für Schritt lässt sich am Beispiel der Glockengrube verfolgen, wie nach der Berechnung der Glockenrippe und der Anfertigung der Schablone die dreiteilige Lehmform - bestehend aus dem Kern, der Falschen Glocke und dem Mantel - hergestellt wird. Die acht Einzelformen im Maßstab 1:1 und Gießereigerätschaften verdeutlichen die Arbeitschritte von der Herstellung der Glockenform bis zum Eindämmen der Gesamtform und den Vorbereitungen für den Glockenguss. Werkzeuge für die Herstellung der Lehmformen und für den Glockenguss sowie Schablonen mit beträchtlichen Ausmaßen ergänzen die Thematik "rund um die Glockengrube".
Eine Medienstation mit Filmen und Fotoserien von den Arbeiten in der Glockengießerei, von Glockengüssen in den 50er und 90er Jahren bieten die Möglichkeit, sich ausgiebiger mit der Thematik zu beschäftigen. Das filigrane Modell einer Glockengießerei im Maßstab 1:20 veranschaulicht auf detaillierte Weise die Arbeitsabläufe in einer Glockengießerei bis hin zum Glockenguss und der späteren Klanganalyse.
Da auch die Herstellung der Formen für Glockenverzierungen und Glockeninschriften zum übergeordneten Themenbereich gehören, werden ausgewählte Model und Abgüsse in einem gesonderten Schwerpunkt vorgestellt. Zu diesem Themenbereich gehören auch Bronzeabgüsse von Verzierungen und Komplettabgüsse von Inschriftenbändern aus Modellgips.
Das Glockenmuseum besitzt eine interessante Sammlung von Modeln (Formen) aus Holz, Gips und Speckstein, die für die Anfertigung von Glockeninschriften und Glockenverzierungen verwendet wurden. Ein großer Teil dieser Model stammt aus der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock/Gescher; weitere Model gehörten zum Bestand der ehemaligen Briloner Glockengießerei/Brilon-Sauerland.
Die unterschiedlichen Model, Einzelabgüsse von Verzierungs- und Inschriftenbändern von ausgewählten Glocken aus der Sammlung lassen die unterschiedlichen Gestaltungsweisen von Inschriften und Verzierungen im Laufe der Jahrhunderte deutlich werden.
Für Besucher, die das Museum ohne Führung besuchen wollen, wird die Schausammlung des neugestalteten Glockenmuseums durch Text- und Informationstafeln erschlossen; Experimente und museumspädagogische Aktionen ermuntern zur Beschäftigung mit dem Phänomen "Glocke" und machen diese auf vielfältige Weise erlebbar und im Wortsinne (er)hörbar. An den neuen Medienstationen können zudem Fotoserien, Filme und Glockengeläute abgerufen, betrachtet bzw. gehört werden.
Abb. 04. WGM - Planung: Innenperspektive der Erweiterungshalle in Blickrichtung Lindenstraße.
Links im Hintergrund ist der Durchgang zum Altbau erkennbar. Hinter der Glasfront mit Doppelflügeltür auf der linken Seite befindet sich die Glockenhalle mit der Glockengrube.
(Präsentation des Architekten Hans-Jürgen Gebker/Gescher)
Jüngeren Museumsbesuchern, Familien mit Kindern und Schulklassen werden verschiedene Programme "rund um die Glocke" angeboten. Im Sinne eines Mit-Mach-Museums können Besucher an verschiedenen Stationen als Glockenforscher,Klangexperten oder Glockengießer tätig zu werden, um das Geheimnis der Glocke zu entdecken.
Die Stadt Gescher und der Verein zur Förderung des Glockenmuseums e.V. haben ihre Planungen mit dem LWL-Westfälischen Museumsamt, der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und der Kulturförderung des Landes Nordrhein-Westfalen abgestimmt. Diese Institutionen unterstreichen die Bedeutung des Glockenmuseums für die Museumslandschaft in Nordrhein-Westfalen und begrüßen die Erweiterung des Museumsgebäudes mit der gleichzeitigen Aufwertung der "Museumsinsel". Für das Erweiterungsprojekt haben sie Fördermittel bewilligt.
Die Gesamtkosten der Museumserweiterung und der Errichtung einer behindertengerechten Toilettenanlage betragen rund EUR 478.000,00. Während die Stadt Gescher - verteilt auf zwei Haushaltsjahre EUR 200.000,00 übernimmt - werden die übrigen Baukosten in Höhe von rund EUR 378.000,00 vom Verein zur Förderung des Glockenmuseums, vom LWL- Westfälischen Museumsamt, der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und der Kulturförderung des Landes Nordrhein-Westfalen übernommen. Für die Inneneinrichtung hat das LWL-Westfälisches Museumsamt weitere Fördermittel in Aussicht gestellt.
Das anspruchsvolle und für die touristische Entwicklung der Glockenstadt Gescher wichtige Projekt soll Ende November 2010 mit der feierlichen Eröffnung ihren Abschluss finden. Dann lädt das neue Westfälische Glockenmuseum mit neukonzipierter Schausammlung, neuen museumspädagogischen Angeboten und einer vergrößerten Ausstellungsfläche zu einer klingenden Entdeckungsreise durch die Glockengeschichte ein.








