Hundesteuer

Allgemeine Informationen

Hundesteuer

In den letzten Jahren haben viele Bürgerinnen und Bürger erstmalig einen Hund angemeldet. Nachfolgend möchte ich Sie über einige Vorschriften zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung auf dem Gebiet der Stadt Gescher informieren, die ein verständnisvolles Miteinander von Hundebesitzer/innen und Nichthundebesitzer/innen untereinander ermöglichen sollen:

Was erledige ich wo?

An-, Um- und Abmeldung meines Hundes sowie Ausgabe von Hundesteuermarken und Beantragung von Steuervergünstigungen  im Bürgerbüro der Stadt Gescher, Rathaus EG, Tel: 0 25 42/ 60 - 111

An-, Um- u. Abmeldungen von großen (20/40iger), gefährlichen Hunden und Hunde bestimmter Rassen (§§ 3, 10, 11) nach dem Landeshundegesetz NRW  (Herr Bittner, Fachbereich II, Rathaus EG, Raum 3, Tel: 02542/ 60326)

Anmeldepflicht

Jeder, der einen Hund in seinem Haushalt aufnimmt, ist verpflichtet diesen innerhalb von 2 Wochen nach der Aufnahme bei der Stadt Gescher anzumelden (§ 8 Hundesteuersatzung). Ordnungswidrig handelt, wer die Anmeldung nicht innerhalb von 2 Wochen bei der Stadt Gescher unter fehlender oder falscher Angabe der Hunderasse anzeigt.

Jeder angemeldete Hund erhält eine Hundesteuermarke. Der Hundehalter darf Hunde außerhalb seiner Wohnung oder seines umfriedeten Grundbesitzes nur mit der sichtbar befestigten gültigen Steuermarke umherlaufen lassen. Andere Gegenstände, die der Steuermarke ähnlich sehen, dürfen dem Hund nicht angelegt werden. Bei Verlust der gültigen Steuermarke wird dem Hundehalter auf Antrag eine neue Steuermarke gegen Ersatz der Kosten ausgehändigt

Hundesteuersätze

Die Hundesteuersatzung finden Sie unter:

https://www.gescher.de/rathaus-und-politik/verwaltung/ortsrecht/

Hundesteuer wird nur festgesetzt für privat gehaltene Hunde. Die Steuer beträgt jährlich, wenn von einem Hundehalter oder von mehreren Personen gemeinsam

- nur ein Hund gehalten wird 48 € ·

- zwei Hunde gehalten werden 60 € je Hund ·

- drei oder mehr Hunde gehalten werden 72 € je Hund

- ein gefährlicher Hund gehalten wird 480 € 

- zwei oder mehr gefährliche Hunde gehalten werden 600 € je Hund

Gefährliche Hunde im Sinne der Hundesteuersatzung, sind solche Hunde,

  1. die auf Angriffslust oder Kampfbereitschaft oder Schärfe oder andere in der Wirkung gleichstehende Zuchtmerkmale gezüchtet werden oder die eine Ausbildung zum Nachteil des Menschen, zum Schutzhund oder eine Abrichtung auf Zivilschärfe begonnen oder abgeschlossen haben. Als Ausbildung zum Schutzhund zählt nicht die von privaten Vereinen oder Verbänden durchgeführte sogenannte Schutzdienst- oder Sporthundeausbildung, sofern keine Konditionierung zum Nachteil des Menschen erfolgt;
  2. die sich nach dem Gutachten des beamteten Tierarztes als bissig erwiesen haben;
  3. die in gefahrdrohender Weise einen Menschen angesprungen haben;
  4. die bewiesen haben, dass sie unkontrolliert Wild, Vieh, Katzen oder Hunde hetzen oder reißen.

Gefährliche Hunde im Sinne der Hundesteuersatzung sind insbesondere Hunde der Rassen Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napolitano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler, Tosa-Inu, sowie deren Kreuzungen untereinander sowie mit anderen Hunden.

Erlaubnispflicht / Anzeigepflicht für bestimmte Hunde nach dem LHundG NRW

Die Haltung der folgenden Hunderassen ist auch ordnungsrechtlich anzuzeigen:

Hunde gem. § 3 LHundG NRW (gefährliche Hund): Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander sowie mit anderen Hunden. Für Hunde anderer Rassen kann die Gefährlichkeit bei konkretem Anlass festgestellt werden. Die Feststellung trifft das für Ihren Wohnort zuständige Bezirksordnungsamt nach Begutachtung des Hundes durch das Veterinäramt.

Die Haltung dieser Rassen ist genehmigungspflichtig, Import und Züchtungen sind verboten. Grundsätzlich gilt eine Anlein- und Maulkorbpflicht. Als Halter müssen Sie zum Nachweis Ihrer Zuverlässigkeit ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Ferner müssen sie über die notwendige Sachkunde verfügen.

Hunde gem. § 10 LHundG NRW (Hunde bestimmter Rassen): Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler, Tosa Inu sowie deren Kreuzungen untereinander sowie mit anderen Hunden.

Die Haltung dieser Hunde ist genehmigungspflichtig. Es gelten dieselben Voraussetzungen wie bei den gefährlichen Hunden. Als Halter müssen Sie zum Nachweis Ihrer Zuverlässigkeit ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Ferner müssen sie über die notwendige Sachkunde verfügen.

Hunde gem. § 11 LHundG NRW (große Hunde, auch 20/40iger Hunde genannt): Bei diesen Tieren liegt die Widerristhöhe über 40 cm und / oder sie wiegen mehr als 20 kg. Für große Hunde gilt lediglich eine Anzeigepflicht, in begründeten Ausnahmefällen kann eine Erlaubnispflicht entstehen. Auch für diese Hunde, kann zum Nachweis Ihrer Zuverlässigkeit ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt werden. Ferner müssen sie über die notwendige Sachkunde verfügen.

Für alle Hunde gilt:

  • Haftpflichtversicherung

Als Halter eines Hundes müssen Sie eine Haftpflichtversicherung für Ihren Hund abschließen und dieses bei Erlaubnispflicht oder Anzeigepflicht der Ordnungsbehörde nachweisen. Die Mindestdeckung für Personenschäden beträgt 500.000 Euro, für Sachschäden liegt sie bei 250.000 Euro.

  • Anleinpflicht

Alle Hunde sind von einer aufsichtsfähigen Person angeleint zu führen: in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen, in Straßen und auf Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr, in öffentlichen Parks, Gärten und Grünanlagen, bei öffentlichen Veranstaltungen und Volksfesten mit größerer Menschenansammlung, in Aufzügen, öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten. Ausgenommen davon sind nur ausgewiesene Hundeauslaufbereiche. Sollte Ihr Hund bissig sein, so ist ihm ein Maulkorb anzulegen.

  • Hunde auf Kinderspielplätzen?

Das Mitführen Ihres Hundes auf Kinderspielplätzen ist nicht erlaubt.

  • Verunreinigungen

Wenn Sie Ihren Hund auf Straßen oder in Anlagen mit sich führen, haben Sie dafür zu sorgen, daß er Sachen nicht beschädigt und insbesondere nicht verunreinigt. Als Halter Ihres Hundes sind Sie verpflichtet, die von Ihrem Hund eventuell verursachten Verunreinigungen unverzüglich zu beseitigen.

  • Lärmbelästigung

Ihr Hund ist von Ihnen so zu halten, daß niemand durch die von ihm ausgehenden Immissionen, insbesondere durch den von ihm erzeugten Lärm, mehr als nur geringfügig belästigt wird.

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